Solistinnen des LJSO Hessen in den letzten Jahren
Anne Luisa Kramb, Violine – Sommer 2019
Cristina Cazac, Violine – Sommer 2019
Elman Mecid, Marimba/Vibraphon – Ostern 2019
Katharina Kutsch, Sopran – Winter 2019
Michael Karg, Kontrabass – Sommer 2018
Byol Kang, Violine – Ostern 2018
Yvonne Smeulers, Violine – Juni 2018
Paula Bohnet, Sopran – Winter 2018
Sarah Mehnert, Mezzosopran – Winter 2018
Nicolas Ramez, Horn – Sommer 2017
Emily Nebel, Violine – Ostern 2017
Chad Hoopes, Violine – Sommer 2016
Jonian-Ilias Kadesha, Violine – Ehemaligenprojekt 2016
Elias Opferkuch, Klavier – Ostern 2016
Léa Trommenschlager, Sopran – Ostern 2016
Christa-Maria Stangorra, Violine – Winter 2015/16
Lars Winter, Posaune – Sommer 2015
Philipp Mellies, Flöte – Ostern 2015
Nathan Mierdl, Violine – Winter 2014/15
Tobias Feldmann, Violine – Sommer 2014
Gabriel Schwabe, Violoncello – Ostern 2014
Sung-Jae Kim, Klavier – Winter 2014
Juliana Koch, Oboe – Sommer 2013
Simon Höfele, Trompete – Winter 2013
Isang Enders, Violoncello – Sommer 2012
Julian Prégardien, Tenor – Ostern 2012
Niklas Liepe, Violine – Winter 2012
Peijun Xu, Viola – Sommer 2011
Sebastian Sager, Posaune – Osterarn 2011
Peter Sadlo, Schlagzeug (†2016) – Winter 2011
Christoph Schneider, Klarinette – Sommer 2010
Oscar Bohórquez, Violine – Ostern 2010
Hans Christoph Begemann, Bariton – Winter 2009 / 2010
Anna Katherine Claus, Violine – Sommer 2009
Hyelee Chang, Klavier – Ostern 2009
Lena-Maria Buchberger, Harfe – Winter 2009
Britta Hübel, Sprecherin – Sommer 2008

 


Byol Kang, Violine

Die Musik wurde der gebürtigen Salzburgerin als Tochter einer südkoreanischen Komponistin und eines Sängers in die Wiege gelegt. Nach ihrem Umzug ins Rheinland begann Byol Kang im Alter von 8 Jahren mit dem Violinspiel. Nur vier Jahre später debütierte sie in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Symphonikern und verfolgt seither eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. So gastierte sie bereits in bedeutendsten Konzertsälen, wie u.a. in der Carnegie Hall New York, im Konzerthaus Wien, Gewandhaus Leipzig, in der Beethovenhalle Bonn, Laeiszhalle Hamburg, Bremer Glocke und Nürnberger Meistersingerhalle.

Die Gewinnerin des Deutschen Musikwettbewerbs 2009 und Preisträgerin zahlreicher internationaler Violinwettbewerbe (Henri Marteau, Lipizer, Varallo Sesia, Max Rostal) konzertierte als Solistin u.a. mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, der Philharmonie Baden-Baden, den Hofer Symphonikern, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und den Nürnberger Symphonikern.

Mit besonderer Hingabe widmet sich Byol Kang der Kammermusik. In verschiedenen Formationen trat sie u.a. bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Verbier Festival, dem PODIUM Festival Esslingen und dem Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach auf.

Eine langjährige musikalische Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Pianisten Boris Kusnezow. Das Duo wurde 2012 mit einem Fellowship des Londoner Borletti-Buitoni Trust ausgezeichnet. Ihre zweite gemeinsame CD „Romantic Impressions“ mit Werken von Johannes Brahms, Clara Schumann und Edvard Grieg erschien im Januar 2015 bei dem Label GENUIN.

Nach Studien in Rostock und Düsseldorf absolvierte sie 2013 ihr Konzertexamen an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. In dieser Zeit unterrichtete sie dort auch als Assistentin von Prof. Antje Weithaas.

Seit der Spielzeit 2016/17 ist Byol Kang Konzertmeisterin des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Isang Enders, Violoncello

Rasch hat sich der Cellist Isang Enders als Musiker von neuen Konzeptionen und einer ständigen Spurensuche ausgezeichnet, was er mit seinem besonders breiten Repertoire immer wieder unter Beweis stellt. Mit seiner Veröffentlichung der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach auf CD und Schallplatte wird er als „reflektierter und hoch intelligenter junger Mann“ und als „ein wunderbarer Musiker“ wahrgenommen. „Bach hätte seine Freude an ihm.“ meint Radio Bremen. Auch Eleonore Büning (FAZ) beschreibt Isang Enders’ „überwältigendes spieltechnisches Können und frühreife Auffassungsgabe“, welche zu einer „Interpretation, die sich mit den besten messen kann“ führte.

Isang Enders konzertiert mittlerweile um den ganzen Globus und stellt die Breite seines Repertoires dabei in den Vordergrund. So brachte er das Cellokonzert von Unsuk Chin nach Stavanger, zum Orchestre Philharmonique de Radio France nach Paris, nach Tokyo in die Opera City Hall und auch nach Sao Paolo in Brasilien. Darüber hinaus gastierte er mit den Bachsuiten beim Bach Festival in Montreal, in Melbourne, der Essener und Kölner Philharmonie und wird seine Interpretation sogar nach Malta bringen.
In der vergangenen Saison stechen eine Asientournee mit der Tschechischen Philharmonie und dem Dvorak Cellokonzert, sowie seine Gastspiele in Hongkong, der New Yorker Carnegie Hall, Singapur und im ehrwürdigen Concertgebouw Amsterdam hervor.

Isang Enders kam oft in den Genuss mit großen Dirigenten und Kammermusikpartnern auf den wichtigen Bühnen zu stehen. Er arbeitete mit Zubin Mehta, Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung oder Eliahu Inbal und war als Solist im Wiener Musikverein, im Prager Rudolphinum und im Konzerthaus Berlin ebenso, wie bei den großen Festivals von Rheingau, Schleswig-Holstein, Paris und Montreal. Dazu ergab sich für Isang Enders die Gelegenheit die Erstaufführungen der Cellokonzerte von Henri Dutilleux, Witold Lutoslawski und Bruno Mantovani in Korea zu spielen, wo er ein regelmäßiger Gast beim Seoul Philharmonic ist. Als besonders inspirierend empfindet er selbst die langjährige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Igor Levit, mit dem er im Sommer bei der Schubertiade in Schwarzenberg zu hören war. Darüber hinaus arbeitet Isang Enders regelmäßig mit Sunwook Kim, Severin von Eckardstein, Kit Armstrong oder Veronika Eberle um nur einige zu nennen.

1988 in Frankfurt am Main geboren, nahm Isang Enders bereits im Alter von zwölf Jahren ein Jungstudium bei Michael Sanderling auf. Starken Einfluss hatten daraufhin Gustav Rivinius, Truls Mørk und im Besonderen die Mentorschaft des amerikanischen Cellisten Lynn Harrell. Im Alter von 20 Jahren wurde Isang Enders für die über eine Dekade unbesetzte Position des „1. Konzertmeister der Violoncelli“ der Sächsischen Staatskapelle Dresden engagiert und war daraufhin vier Jahre unter der Leitung von Fabio Luisi und Christian Thielemann Solocellist des Orchesters. 2012 verließ er Dresden und widmet sich seither dem Weg als Solist.

Isang Enders spielt auf einem Instrument von Jean Baptiste Vuillaume, Paris 1840 und Tobias Gräter, Heidelberg 2015 und ist Künstler der Labels Berlin Classics und SONY Music Entertainment. Im August erschien seine Live-Einspielung von Strauss’ Don Quixote mit dem Museumsorchester Frankfurt bei Oehms Classics.